Bio

„Sein absolut präsentes Auftreten und der blitzsaubere, wache Klang seiner Interpretation setzt neue Qualitäts-Maßstäbe.”

Sei es der Herkulessaal in München, der Goldene Saal des Wiener Musikvereins oder das Gewandhaus in Leipzig –  Philipp Scheucher spielte bereits in Konzertsälen, deren Podien zu den wichtigsten Europas zählen. Besonders auszeichnend für den jungen österreichischen Nachwuchspianisten sind seine natürliche Ausstrahlungskraft und die Freude am Musizieren, die das Publikum mitreißen. Als erster Preisträger des „Internationalen Musikwettbewerbs Köln 2014“ wird er vom WDR mit folgenden Worten beschrieben: „Sein absolut präsentes Auftreten und der blitzsaubere, wache Klang seiner Interpretation setzt neue Qualitäts-Maßstäbe.“

Bereits als Zwölfjähriger trat Philipp Scheucher mit seinem Lehrer Markus Schirmer im Wiener Musikverein auf. Bei ihm erhält er seit 2008 seinen pianistischen Feinschliff an der Universität für Musik und darstellenden Kunst in Graz, wo er bereits mit zehn Jahren als Jungstudent bei Maria Zgubic wichtige Impulse für seine musikalische Ausbildung erhielt. Auch ihm selbst ist es ein großes Anliegen nicht nur selbst Musik zu machen, sondern sein Wissen auch an andere weiterzugeben. Deshalb verfolgt er neben seiner Laufbahn als Konzertpianist ein Studium im instrumentalpädagogischen Bereich, welches er im Juni 2014 mit dem Titel „Bachelor of Arts“ in Rekordzeit abschloss.

Nach seiner ersten Begegnung mit dem Klavier im zarten Alter von nicht einmal fünf Jahren zeigt sich schon früh sein außerordentliches musikalisches Talent und Interesse. Den ersten Erfolgen beim österreichischen Jugendmusikwettbewerb „Prima la musica“ folgten bald weitere – darunter nicht nur einige erste Preise bei internationalen Wettbewerben sondern auch zahlreiche Konzerteinladungen im In- und Ausland. Diese führten ihn in wichtige kulturelle Zentren nach Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien, Tschechien, Ungarn, Polen und Kroatien. Hervorzuheben ist ebenso seine rege Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten und Orchestern, wie dem Grazer Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Dirk Kaftan, dem Großen Orchester Graz „recreation“ unter Michael Hofstetter, den K&K Philharmonikern oder dem WDR Funkhausorchester. Vielfach wurden seine Konzerte aufgezeichnet und sowohl auf lokalen als auch landesweiten Radiosendern ausgestrahlt.

Neben seiner Präsenz im vorwiegend österreichischen Rundfunk veröffentlichte die Wiener Urtext Edition den Notenband „Expedition Klavier – Hören, Spielen, Entdecken“ inklusive Begleit-CD, die in Zusammenarbeit mit ihm und Markus Schirmer entstand.

Einen bedeutenden Stellenwert für Philipp Scheucher nimmt insbesondere der Komponist Ludwig van Beethoven ein, zu dem der junge Künstler eine ganz besondere Affinität verspürt. Keineswegs beschränkt er sich jedoch darauf und zeigt seine Vielseitigkeit in der Interpretation von Werken angefangen vom Barock bis zur Moderne.

Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen unter anderem die Uraufführung des ersten Klavierkonzerts von M. G. Kendlinger, sein Debüt im „Herkulessaal“ der Münchner Residenz, im „Gewandhaus zu Leipzig“, im „KKL“ in Luzern und im Konzerthaus Berlin. Auch bei renommierten Klavierwettbewerben ist er vielfach ausgezeichneter internationaler Preisträger. Besonders hervorzuheben sind die ersten Preise bei gleich drei internationalen Wettbewerben – 2014 beim „Internationalen Musikwettbewerb Köln“ sowie 2015 beim „Aarhus International Piano Competition“ in Dänemark und beim „Premio Vila de Xàbia“ in Spanien. Im Februar 2016 wurde er mit dem zweiten Preis beim „13th UNISA International Piano Competition“ in Pretoria/Südafrika ausgezeichnet und wurde zuletzt im Sommer 2017 als Finalist bei der „Pianale 2017“ in Deutschland mit nicht weniger als sechs Preisen ausgezeichnet. Ebenso feierte Philipp Scheucher 2017 sein U.S. Debütkonzert und wurde nach einem Vorauswahlverfahren mit über 300 Teilnehmern als einer von 30 Pianisten weltweit auserwählt um am berühmten “Van Cliburn” Wettbewerb in Fort Worth/Texas teilzunehmen.